Andreas Henkel | Der Tod ist eine Vervollkommnung des Blicks


Je älter wir werden, desto näher rückt das Ende, der Tod. Vor dieser Tatsache kann man die Augen nicht verschließen. Aber was bedeutet dies für das Leben – wofür sollen wir unsere Augen öffnen? Bedarf es eines Bewusstseins wider das Verdrängen des Todes, eines beständigen Eingedenkens unserer Sterblichkeit? Oder müssen wir den Tod gar nicht fürchten, wie Epikur es nahelegt: „Solange wir da sind, ist der Tod nicht da, wenn aber der Tod da ist, sind wir nicht [mehr] da.“ Ist das Verhältnis zum Tod nur eine Wahrnehmungsfrage?

Fünf Arbeiten über den Tod und das Sehen schreiben ein Protokoll der Erkundungen zum Format des Triptychons. Aus dem Zusammenspiel von Texten und Fotografien versuchen sie einen Raum zu öffnen, in den die Worte nicht mehr hineinreichen und die Bilder ihre Bedeutung oft erst noch suchen.



The older we become, the nearer the end approaches, death. We are unable to close our eyes to this fact but what does it mean for our lives – to what should we open our eyes? Is a conciousness against the repression of death needed to constantly remind us of mortality? Or do we need not fear death, as Epikur once said: „As long as we are there, death is not. But when death is there, we are not.“ Is our relationship with death only a question of perception?

Five pieces about death and seeing write a log of inquiry concerning the format of the triptych. Through the interaction of texts and photographs they attempt to create a space where words no longer reach and pictures often search for their meaning.




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