Mireille van der Moga | Casino Berlin

Als ich nach Berlin zog, war ich überrascht, wie sehr die Stadt von Spielhallen geprägt ist. Machmal gibt es fünf davon in einem Block, ihre Dichte verhält sich umgekehrt proportional zum Einkommen der Bewohner des jeweiligen Viertels.
Für mich sind Spielhallen eine seltsame Unterwelt. Sie locken mit leuchtenden, blinkenden Versprechen und schotten sich gleichzeitig mit undurchsichtigen Fassaden, Überwachungskameras und Warnschildern ab. Sie befinden sich in Gewerberäumen im Erdgeschoss von Hochhäusern direkt neben Cafes und Läden für die Anwohner, obwohl sie ebenfalls als Rückzugsorte für Drogen, Prostitution und Geldwäsche verschrien sind.
Diese Serie untersucht, wie sich die Berliner Spielhallen in der Stadt häuslich eingerichtet haben, und fragt, ob eine freie und gerechte Gesellschaft sich damit abfinden sollte.



When I moved to Berlin I was surprised to find a city splattered with slot machine casinos, as many as five on a block, their concentration inversely proportional to residents’ incomes. I find them a strange netherworld of glowing, blinking promises armed to the gills with opaque storefronts, cameras and warning signs. They usually occupy commercial spaces under residential buildings and live side by side with cafes and shops, like any other entity there to service the community, yet they are also known as havens for drug dealing, prostitution and money laundering.
This series looks at how Berlin’s casinos have made themselves at home in the city, and wonders if a free and just society should tolerate them.





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