Lothar Köhler

„Ich bin …“

„Sehnsucht nach Licht ist des Lebens Gebot.“ – Henrik Ibsen (1828-1906)

Einen Menschen mit der Kamera zu begleiten, heißt für mich zu erkennen, was über die reine Sichtbarkeit hinausgeht: Das Wahrnehmen einer Identität. Erst Licht entreißt der Dunkelheit das Eigene und macht es unverwechselbar. So habe ich die Individualität und Vielfalt der Person des Holger B. im Zusammenspiel von Licht und Schatten entdeckt. Für Holger ist es wichtig, etwas zu bewahren, um damit eine Erinnerung zu schaffen. So entwickelte er eine besondere Leidenschaft zur Schlagermusik. Texte und Musik von Mary Rose, Vicky Leandros und Gitte Henning – insbesondere der Schlager „Ich bin“ – werden für ihn zum Schlüssel seiner Sehnsucht nach Liebe, Freiheit und Respekt. Gleichermaßen erlauben ihm seine Tagebuchaufzeichnungen, über sich selbst nachzudenken und in persönlichen Themen Klarheit zu finden. Auf nächtlichen Streifzügen durch Berlin taucht Holger B. in die Anonymität der Nacht ein, um für gewisse Zeit den Alltag zu vergessen. Zum anderen gelingt es ihm, durch Musizieren auf seiner Flöte in freier Natur in eine eigene Welt einzutauchen. Eine große Liebe besteht auch zu Opalen und dem Glauben an ihre Wirkung auf das innere Wohlbefinden.

Holger B. lebt und arbeitet als Sozialpädagoge in Berlin.

Lothar Köhler ist in Braunschweig aufgewachsen und lebt seit 1978 in Berlin. Das Fotografieren entdeckte er für sich als persönliche Ausdrucksform. In einer Fotoklasse bei Imago Fotokunst, sowie am Photocentrum der Gilberto-Bosques-Volkshochschule Friedrichshain-Kreuzberg hat er eine Ausbildung in künstlerischer Fotografie absolviert. Sein fotografisches Interesse gilt der Porträtfotografie und Themen der Stadt.

Wenn ich Bilder von Menschen mache, sollen sie etwas erzählen, eine Erinnerung schaffen. In Berlin mit der Kamera unterwegs zu sein bedeutet für mich, Brüchen und Kontinuitäten zu begegnen, jenseits der offiziellen Fassaden und Perspektiven.

www.lothar-koehler.com

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