Wilhelm Schünemann

Das Nachtlicht

Nachts, wenn alles schläft, führt das Nachtlicht für sich selbst ein Schauspiel auf. Eine sinnlose Inszenierung ohne Zuschauer, wie aus Trotz und gegen alle Vernunft.

Das Nachtlicht beleuchtet, aber es erhellt nichts. Es ist kein Licht, das uns die Dinge sichtbar werden lässt, ihm geht es nicht um Klarheit, nicht um Aufklärung, sondern um eine schrille Inszenierung seiner selbst. Es wirft Fragen auf, danach, warum oder für wen es leuchtet. Warum ist es so hell, obwohl kein Grund dafür ersichtlich ist?

Geboren und aufgewachsen in Holzminden; studierte Innenarchitektur an der FH für Kunst und Design in Hannover ging im Anschluß nach Berlin, wo er seit 1994 lebt und arbeitet.

Seine fotografische Ausbildung absolvierte er am Photocentrum der Gilberto-Bosques-VHS in Berlin-Kreuzberg. Ihn interessiert zunehmend konzeptionelle Fotografie und eine intensive Beschäftigung mit dem jeweiligen Thema. Für ihn ist Fotografie eine Auseinandersetzung mit dem Zeitgeschehen und mit gesellschaftlichen Erscheinungen, die er für relevant hält.

www.wilhelmschuenemann.de

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